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Industrie 4.0 – Quo vadis Europa???

Industrie 4.0 – die digitale Vernetzung von Produktion und Produkten

Die Digitalisierung der industriellen Fertigung (Industrie 4.0) bietet enormes Potenzial für die deutsche Industrie. Doch ganz Europa kann von dieser Entwicklung profitieren. Nun ist es daran europaweit gemeinsame Spielregeln festzulegen betont der Präsident der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) Reinhold Festge. Hierbei gibt es noch zahlreiche ungeklärte Fragen: Stichwort Datensicherheit und Haftungsrecht.

Vor allem in den Bereichen Daten und Haftung sieht Matthias Wissmann, Chef des Automobilverbands VDA, noch großen Handlungsbedarf. Eine erfolgreiche Entwicklung hin zur digitalen Produktion kann nur mit gesamteuropäischen Rechtsstatuten erreich werden.

Unabhängigkeit von amerikanischen IT-Konzernen

Die enge Verzahnung von Produktion und Produkten mit modernsten Informations- und Kommunikationstechnik stellt neue Herausforderungen an die Sicherheit von Daten. Wenn Maschinen über Landesgrenzen hinweg via Internet miteinander kommunizieren oder Daten in Clouds gespeichert werden, geschieht dies derzeit noch über amerikanische IT-Giganten wie Apple oder Cisco.

Hierbei stellt sich v.a. für KMUs die alles entscheidende Frage: Wie sicher ist mein Know-How? Aufgabe der europäischen Kommission muss es in naher Zukunft sein eine eigenständige Sicherheitsarchitektur bereitstellen zu können. Eine europäische Datenplattform respektive Cloud ist nicht nur wünschenswert, sondern unabdingbar – möchte man nicht weiter von US-Konzernen der IT-Branche abhängig sein.

Die Potenziale von Industrie 4.0 sind unumstritten – jetzt geht es nur darum rechtzeitig zu handeln und die sicherheits- und haftungsrelevanten Weichen dafür zu stellen, um die Potenziale der digitalen Zukunft auch nutzbar machen zu können.

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Milliarden-Investitionen in Industrie 4.0-Technologie erforderlich

Digitale Produktion verändert Industrie von Grund auf

In einer Untersuchung haben die Beratungsunternehmen PwC und Strategy& die Chancen und Risiken der vernetzten Produktion genauer beleuchtet. Befragt wurden insgesamt 235 Unternehmen aus dem verarbeitenden Gewerbe
und der IKT. Eines ist klar – Industrie 4.0-Technologie erfordert ein hohes Investitionsvolumen. Die befragte Unternehmen planen in den nächsten fünf Jahren die Hälfte ihrer Mittel in die vernetzte Produktion investieren zu wollen – ein Investitionsvolumen von etwa 40 Mrd. Euro pro Jahr.

Die Unternehmen erhoffen sich von den Investitionen eine Effizienzsteigerung von 3,3 % pro Jahr und eine gleichzeitige Kostensenkung um 2,6 % jährlich. Bei einem Drittel der befragten Unternehmen ist die Umstellung auf eine digitale Produktion bereits erfolgt – mit einem überdurchschnittlichen Wachstum als Ergebnis.

Neben den hohen Investitionskosten müssen aber ebenso die noch häufig unklaren Wirtschaftlichkeitsrechnungen der Anwendungen, die Datensicherheit und die Qualifizierung der Mitarbeiter in Betracht gezogen werden.

Der baden-württembergische Chef des VDMA-Landesverbands hat alle Maschinenbauunternehmen dazu aufgerufen, den Anschluss an das Industrie 4.0-Zeitalter nicht zu verschlafen und sich frühzeitig über Anwendungsmöglichkeiten zu informieren.

Quelle: VDI-Nachrichten, Industrie 4.0 erfordert Milliarden-Investitionen

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