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Industrie 4.0: Big Data und die Sicherheit

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Die vierte Stufe der Industrialisierung „Industrie 4.0“ ist und bleibt 2016 ein wichtiges Thema für die Industriebranche. Hierbei spielen Big Data und die Sicherheit eine wichtige Rolle. Durch das fortschreitende Zeitalter der Digitalisierung hat sich unsere Lebens- und Arbeitswelt grundlegend verändert. Vor über 30 Jahren wurde das Internet eingeführt und seitdem hat sich die Datenübertragungs- und Datenverarbeitungsrate vervielfacht. Mit Industrie 4.0 kommen smarte Endgeräte auf den Markt, die uns Datenmengen nie gekannten Ausmaßes bescheren. Geräte werden intelligenter und vernetzter. Big Data bekommt somit im Internet der Dinge eine völlig neue Dimension. Durch diese technologische Revolution sind leistungsfähigere Kleinstcomputer (Embedded Systems) entstanden, die praktisch aus jedem Gerät Informationsquellen machen und diese werden dann zum Bestandteil der vernetzten Welt. Permanent entstehende Informationsmengen werden dadurch weiterverarbeitet, zusammengeführt und ausgewertet.

Industrie 4.0 birgt hohes Cybercrime-Potenzial

Durch immer größer werdende Datenmengen werden leider auch die vielen Gefahren unterschätzt, die hierbei entstehen könnten. Die vielen „machtvollen“ Informationen/Systeme die dadurch im Umlauf sind, wecken bei Cyber-Kriminellen natürlich auch Begehrlichkeit. Cybercrime wird immer mehr und mehr zu einem Geschäftsmodell und das leider auch zu einem erfolgreichen. Je größer die Datenmengen, Systeme und Prozesse werden, desto komplexer werden diese und desto schwieriger wird es für ein Unternehmen diese richtig zu schützen. Das aber wiederum spielt den Kriminellen in die Hände, denn diese sind Profis auf ihrem Gebiet und schaffen es selbst die komplexesten Programme/Daten zu hacken und abzufangen. Landen die Daten erstmal im „Big Data“, wo sie zu neuen Konstrukten zusammengeführt werden, wird es unmöglich diese einzelnen Daten wieder zu extrahieren. Der Schutz muss auf die gesamte Datenmenge angewendet werden, was aber wesentlich schwieriger und aufwendiger wird, als die Daten bereits am Entstehungspunkt entsprechend zu schützen.

Produktionsdaten richtig schützen

Daten müssen sicher übertragen werden in der Zeit der Digitalisierung, aber wird das von Unternehmen auch wirklich gemacht? Damit Industrie 4.0 sicher bleibt, müssen alle Verantwortlichen Umdenken. Dieses Umdenken wird aber auch belohnt, denn bessere Sicherheit führt zu mehr Effizienz, Kosteneinsparung und Steigerung des Rohertrags.
Doch wie wird mehr Sicherheit in Industrie 4.0 geschaffen? Zum einen muss dort angefangen werden wo die Daten entstehen: ganz am Anfang bei den Sensoren, Schaltern, Kameras und smarten Systemen. Hierbei sollten die Daten bewertet werden: sind diese überhaupt schützenswert? Wenn dies der Fall ist sollte darüber entschieden werden ob und wie diese Daten dann effektiv geschützt werden sollen. Aber nicht nur die Daten gehören geschützt, welche ein Gerät oder eine Maschine verlassen, sondern auch die Smart-Devices bedürfen einen angemessenen Schutz. Es nutzt einem Unternehmen wenig, wenn die Maschine z.B. den Instandhaltungsauftrag verschlüsselt, aber dieses über die IP-Adresse durch eine Hintertür jederzeit, oft sogar direkt aus dem Internet, erreichbar ist. Das stellt ein Vorteil für Cyber-Kriminelle dar: diese hacken die Maschine um z.B. eine Fertigung zu sabotieren was wiederum der Konkurrenz in die Hände spielt, diese können etwas liefern/produzieren was einem selbst im Moment nicht möglich ist und das wiederum führt zu Verlusten im Geschäft.

Unternehmens sollten im Zeitalter der Digitalisierung großen Wert darauf legen, ihre Maschinen oder auch Smart-Devices richtig zu schützen! Industrie 4.0 birgt somit nicht nur viele Vorteile für die Produktion, sondern auch einige negative Aspekte, denen ein Unternehmen aber entgegenwirken kann. Sicherheit wird im Zeitalter „Industrie 4.0“ eine wichtige Rolle spielen und ist für Unternehmen nicht mehr wegzudenken.

Quelle: Security Insider

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Industrie 4.0 – Quo vadis Europa???

Industrie 4.0 – die digitale Vernetzung von Produktion und Produkten

Die Digitalisierung der industriellen Fertigung (Industrie 4.0) bietet enormes Potenzial für die deutsche Industrie. Doch ganz Europa kann von dieser Entwicklung profitieren. Nun ist es daran europaweit gemeinsame Spielregeln festzulegen betont der Präsident der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) Reinhold Festge. Hierbei gibt es noch zahlreiche ungeklärte Fragen: Stichwort Datensicherheit und Haftungsrecht.

Vor allem in den Bereichen Daten und Haftung sieht Matthias Wissmann, Chef des Automobilverbands VDA, noch großen Handlungsbedarf. Eine erfolgreiche Entwicklung hin zur digitalen Produktion kann nur mit gesamteuropäischen Rechtsstatuten erreich werden.

Unabhängigkeit von amerikanischen IT-Konzernen

Die enge Verzahnung von Produktion und Produkten mit modernsten Informations- und Kommunikationstechnik stellt neue Herausforderungen an die Sicherheit von Daten. Wenn Maschinen über Landesgrenzen hinweg via Internet miteinander kommunizieren oder Daten in Clouds gespeichert werden, geschieht dies derzeit noch über amerikanische IT-Giganten wie Apple oder Cisco.

Hierbei stellt sich v.a. für KMUs die alles entscheidende Frage: Wie sicher ist mein Know-How? Aufgabe der europäischen Kommission muss es in naher Zukunft sein eine eigenständige Sicherheitsarchitektur bereitstellen zu können. Eine europäische Datenplattform respektive Cloud ist nicht nur wünschenswert, sondern unabdingbar – möchte man nicht weiter von US-Konzernen der IT-Branche abhängig sein.

Die Potenziale von Industrie 4.0 sind unumstritten – jetzt geht es nur darum rechtzeitig zu handeln und die sicherheits- und haftungsrelevanten Weichen dafür zu stellen, um die Potenziale der digitalen Zukunft auch nutzbar machen zu können.

Mehr Informationen zur Thematik Industrie 4.0-Technologie.

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