Monatsarchiv: Januar 2016

Industrie 4.0: Big Data und die Sicherheit

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Die vierte Stufe der Industrialisierung „Industrie 4.0“ ist und bleibt 2016 ein wichtiges Thema für die Industriebranche. Hierbei spielen Big Data und die Sicherheit eine wichtige Rolle. Durch das fortschreitende Zeitalter der Digitalisierung hat sich unsere Lebens- und Arbeitswelt grundlegend verändert. Vor über 30 Jahren wurde das Internet eingeführt und seitdem hat sich die Datenübertragungs- und Datenverarbeitungsrate vervielfacht. Mit Industrie 4.0 kommen smarte Endgeräte auf den Markt, die uns Datenmengen nie gekannten Ausmaßes bescheren. Geräte werden intelligenter und vernetzter. Big Data bekommt somit im Internet der Dinge eine völlig neue Dimension. Durch diese technologische Revolution sind leistungsfähigere Kleinstcomputer (Embedded Systems) entstanden, die praktisch aus jedem Gerät Informationsquellen machen und diese werden dann zum Bestandteil der vernetzten Welt. Permanent entstehende Informationsmengen werden dadurch weiterverarbeitet, zusammengeführt und ausgewertet.

Industrie 4.0 birgt hohes Cybercrime-Potenzial

Durch immer größer werdende Datenmengen werden leider auch die vielen Gefahren unterschätzt, die hierbei entstehen könnten. Die vielen „machtvollen“ Informationen/Systeme die dadurch im Umlauf sind, wecken bei Cyber-Kriminellen natürlich auch Begehrlichkeit. Cybercrime wird immer mehr und mehr zu einem Geschäftsmodell und das leider auch zu einem erfolgreichen. Je größer die Datenmengen, Systeme und Prozesse werden, desto komplexer werden diese und desto schwieriger wird es für ein Unternehmen diese richtig zu schützen. Das aber wiederum spielt den Kriminellen in die Hände, denn diese sind Profis auf ihrem Gebiet und schaffen es selbst die komplexesten Programme/Daten zu hacken und abzufangen. Landen die Daten erstmal im „Big Data“, wo sie zu neuen Konstrukten zusammengeführt werden, wird es unmöglich diese einzelnen Daten wieder zu extrahieren. Der Schutz muss auf die gesamte Datenmenge angewendet werden, was aber wesentlich schwieriger und aufwendiger wird, als die Daten bereits am Entstehungspunkt entsprechend zu schützen.

Produktionsdaten richtig schützen

Daten müssen sicher übertragen werden in der Zeit der Digitalisierung, aber wird das von Unternehmen auch wirklich gemacht? Damit Industrie 4.0 sicher bleibt, müssen alle Verantwortlichen Umdenken. Dieses Umdenken wird aber auch belohnt, denn bessere Sicherheit führt zu mehr Effizienz, Kosteneinsparung und Steigerung des Rohertrags.
Doch wie wird mehr Sicherheit in Industrie 4.0 geschaffen? Zum einen muss dort angefangen werden wo die Daten entstehen: ganz am Anfang bei den Sensoren, Schaltern, Kameras und smarten Systemen. Hierbei sollten die Daten bewertet werden: sind diese überhaupt schützenswert? Wenn dies der Fall ist sollte darüber entschieden werden ob und wie diese Daten dann effektiv geschützt werden sollen. Aber nicht nur die Daten gehören geschützt, welche ein Gerät oder eine Maschine verlassen, sondern auch die Smart-Devices bedürfen einen angemessenen Schutz. Es nutzt einem Unternehmen wenig, wenn die Maschine z.B. den Instandhaltungsauftrag verschlüsselt, aber dieses über die IP-Adresse durch eine Hintertür jederzeit, oft sogar direkt aus dem Internet, erreichbar ist. Das stellt ein Vorteil für Cyber-Kriminelle dar: diese hacken die Maschine um z.B. eine Fertigung zu sabotieren was wiederum der Konkurrenz in die Hände spielt, diese können etwas liefern/produzieren was einem selbst im Moment nicht möglich ist und das wiederum führt zu Verlusten im Geschäft.

Unternehmens sollten im Zeitalter der Digitalisierung großen Wert darauf legen, ihre Maschinen oder auch Smart-Devices richtig zu schützen! Industrie 4.0 birgt somit nicht nur viele Vorteile für die Produktion, sondern auch einige negative Aspekte, denen ein Unternehmen aber entgegenwirken kann. Sicherheit wird im Zeitalter „Industrie 4.0“ eine wichtige Rolle spielen und ist für Unternehmen nicht mehr wegzudenken.

Quelle: Security Insider

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Privatsphäre im Internet schützen

Die Privatsphäre ist für uns Menschen ein wichtiges und schützenswertes Gut (98%). Nicht nur im Alltagsleben sondern auch im World Wide Web (45%). Der Schutz unserer persönlichen Daten im Internet ist essenziell (z.B. Web-Profile, Kaufverhalten). Universität Hohenheim fand mit ihrer aktuellen Studie heraus, dass dreiviertel der deutschen Internetnutzer besorgt/sehr besorgt darüber sind, dass sie keinen Einblick darin haben was mit ihren Daten im Internet passiert. Deshalb ist ein wirksamer Schutz der Online-Identität noch wichtiger als gedacht, vor allem in der Zeit der Digitalisierung. Denn ganze 62% der Befragten befürchten, dass persönliche Informationen in unbekannte Hände geraten könnten, z.B. Hacker! Deshalb sind heute mehr denn je intelligente Maßnahmen und Lösungen gefragt, um einen Rundumschutz der Privatsphäre zu gewährleisten. Die Tage der sorglosen Surf-Sessions sind gezählt, denn das bloße Löschen von Cookies aus dem Browser-Cache reicht nicht mehr aus um die Nachvollziehbarkeit von Surfgewohnheiten unerkannt zu lassen und Anonymität in der Web-Welt zu gewährleisten. Die technischen Möglichkeiten beim Online-Tracking sind nahezu grenzenlos in der vernetzten Welt. So können Informationen zu Kaufvorlieben, vielbesuchten Websites, persönliche Verhaltensmuster im Web über diverse Technologien gesammelten werden ohne das wir dies als Endverbraucher mitbekommen oder gar nachvollziehen könnten (klassische Methoden wie Cookies/Zählpixeln, Analyse Logfile Daten, Local Shared Objects usw.).

Wirksamer Schutz

Was können sie tun um einen sicheren Schutz ihrer Daten zu gewährleisten? Zum einen natürlich nicht alles preisgeben, dass wären somit die sichersten Daten. Aber heutzutage ist es kaum noch realistisch das Web so eingeschränkt zu nutzen, dass keine persönlichen Informationen mehr nach außen hin gelangen.
10 Tipps bzw. einfache Maßnahmen um preisgegebenen Daten effektiv zu schützen:
1. Jede Dateneingabe prüfen (Muss diese wirklich vorgenommen werden?)
2. Privacy Optionen voll ausschöpfen (z.B. Facebook, hat eine Reihe von Konfigurationsmöglichkeiten für Privatpersonen als auch für Firmenprofile)
3. Mehrere Browser verwenden (z.B. nur die sichersten für Firmenprofile nutzen)
4. Vermeiden von Google Chrome (dieser sendet unterschiedliche Daten an Google weiter)
5. Vorsicht mit „Privaten Modus“ (beseitigt zwar alle lokalen Spuren auf dem Rechner, aber Internetverhalten wird weiterhin erfasst)
6. Nicht Do-not-track-Funktionen vertrauen (selbst wenn es im Browser aktiviert ist, gibt es keine Sicherheit dafür dass das Surf-Verhalten nicht erfasst wird)
7. Verschleiern von „User-Agent“ (wird stets im http-Protokoll übersendet, enthält Kennung verwendeter Browser und Geräte)
8. Identität Verschleiern (soweit dies möglich ist)
9. Ad-Blocker nutzen (jede Internetwerbung ist mit Tracking-Mechanismen versehen, die das Verhalten im Internet erfassen und weitergeben)
10. Tracking-Blocker nutzen
Die wachsende Sorge der Verbraucher um ihre Privatsphäre ist berechtigt. Durchdachte Blocking-Ansätze werden in Zukunft unverzichtbar sein und immer mehr intelligentere Lösungen werden in der Web-Welt gebraucht um den Endverbraucher (Privatpersonen, Firmen) zu schützen.

Quelle: Computerwoche

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Industrie 4.0: IT-Security und Angriffsrisiko steigt

Industrie 4.0 bietet eine intelligente Vernetzung von Menschen, Maschinen und Produktionsprozessen. Die vierte industrielle Revolution ist somit schon im vollen Gange. 74% der Unternehmen ist diese Begrifflichkeit bekannt und wird als bedeutende Entwicklung für den Wirtschaftsstandort Deutschland angesehen. Doch je digitaler die Welt und die Industrie werden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit Opfer eines Cyber-Angriffs zu werden.

Mit Industrie 4.0 steigt somit auch das Risiko, dass ein Unternehmen Ziel eines Cyber-Angriffs wird. Der Security Report 2015 von der deutschen Telekom ergab interessante Ergebnisse bezüglich IT-Security. Ganze 90% der befragten Unternehmen verzeichneten bereits einen Cyberangriff. Durch Industrie 4.0 könnte diese Zahl noch weiter ansteigen. Doch obwohl die Angriffsrate hoch ist fühlen sich 60% der Unternehmen gut genug gerüstet um sich gegen Angriffe zu wappnen und sehen die Risiken eines Hackerangriffs eher als gering an. Nur 12% befürchten gravierende Schäden die durch Angriffe entstehen könnten. Mit dem Blick in die Zukunft „Industrie 4.0“ gewinnt der Aspekt IT-Sicherheit immer mehr an Stellenwert. Denn eins sollte den Unternehmen bewusst sein, mit der digitalen Industrie ist auch ein besserer Schutz gegen Cyber-Angriffe nötig! So sehen 90% der Befragten in der IT-Sicherheit die größte Herausforderung was uns mit Industrie 4.0 erwarten wird, denn ganze 84% sind der Meinung, dass das Risiko von Angriffen steigen wird. Nur 60% der Befragten sind überzeugt, dass die IT-Welt auf diese Art der Angriffe gut vorbereitet ist. Weitere Herausforderungen die hierbei entstehen sind die flächendeckenden Versorgungen mit Internet (80%) und Einigung auf weltweite einheitliche Standards (81%).

IT-Sicherheitskonzepte in Produktion und steigende Ausgaben

Obwohl es so scheint, dass Unternehmen die Digitalisierung und deren Folgen unterschätzen, gibt es doch einige die sich damit intensiver befassen. Denn bereits 53% der Unternehmen in der verarbeitenden Industrie haben sich auf die zunehmende Digitalisierung mit speziellen IT-Sicherheitskonzepten für ihre Produktionsbereiche eingestellt. Diese verfügen über gesonderte Sicherheitslösungen zum Datentausch zwischen Produktion und Produktionssteuerung. Diese Maßnahmen sind im Zeitalter „Industrie 4.0“ mehr als erforderlich, denn bereits jetzt werden nach eigenen Angaben der Unternehmen (36%) mehrmals die Woche (fast sogar täglich) Cyberangriffe durch Kriminelle festgestellt! Wahrscheinlich ist die Anzahl unbekannter Angriffe höher als gedacht und diese Dunkelziffer wird noch weiter ansteigen. Deshalb hat für 92% der Befragten die IT-Sicherheit einen sehr hohen Stellenwert. Das führt wiederum dazu, dass die Security-Ausgaben angestiegen sind, ganze 29% geben deutlich mehr aus als im Jahr 2014 um ihr Unternehmen zu schützen. Dennoch belasten solche Ausgaben ein Unternehmen sehr, vor allem die KMUs. Ganze 54% in Deutschland glauben, dass durch die zunehmende Digitalisierung und die damit verbundenen Investitionskosten sehr hohe Herausforderungen für ein Unternehmen entstehen werden. Denn bereits jetzt sind die IT-Kosten um insgesamt 85% angestiegen und werden es sicherlich noch weiter tun um den Cyberangriffen stand  zu halten.

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